Mein Name ist Martin Kühn, Jahrgang 1964. Geboren und aufgewachsen bin ich im Ruhrgebiet. Seit 1984 lebe ich in Norddeutschland, 1995 habe ich mich mit meiner Frau auf einem alten
Resthof im nördlichen Teufelsmoor bei Bremervörde niedergelassen. Ich bin ein Enkel der Familie Jusaitis. Ich bin Vater von drei Kindern, der Begriff “Familie” hat seitdem eine neue Bedeutung für mich. Von Beruf bin
ich Diplom-Behindertenpädagoge und arbeite in einer großen Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung, nördlich von Bremen. Ich bin beeindruckt, mit welcher Macht Familien ihre Geschichten schreiben und “Glaubenssätze”
auch über Generationen Bestand haben. Zudem beschäftigt mich seit einigen Jahren die Frage, wie sich die Zeit des Faschismus auf Familiensysteme bis in unsere Zeit auswirkt. Der Faschismus hat keine Familie in diesem
Land unberührt gelassen. Egal ob Familienmitglieder zu Opfern oder TäterInnen wurden, die Auswirkungen sind bis heute spürbar. Nur wer von seinen Wurzeln weiß, kann in die Zukunft wachsen... |